steckenpferd
Sonntag, 10. Oktober 2010

CSI3* Arena Nova Finale

Philipp Züger gewinnt den GP von NÖ

Der Schweizer Philipp Züger gewinnt heute den Großen Preis des Landes NÖ vor dem Sieger des CSI* der vergangenen Woche Benjamin Wulschner und einem zweiten Schweizer, Marc Oertly.

Philipp Züger und Liatos siegen in der Arena Nova. (c) Manfred Leitgeb

Der überglückliche Sieger aus der Schweiz freute sich, dass er nach – wie er sagte - „anfänglichen Schwierigkeiten sich in der Halle zurecht zu finden, dann so einen schönen Erfolg feiern durfte“ - und damit über die Siegesprämie von 7.000,- Euro.

Für die Sensation aus (nieder-)österreichischer Sicht sorgte der 19-jährige Kaumberger Rudolf Michael Fries, der sich mit zwei fehlerfreien Umläufen auf Platz fünf einreihte! Der Kärntner Gerfried Puck nahm vier Fehlerpunkte aus dem Grundumlauf mit in die Siegerrunde und beendete den Bewerb auf Platz 8.

Hugo Simon hatte mit den Hormonen seiner Stute zu kämpfen und meint nach enttäuschenden 16 Fehlerpunkten im Grundparcours: „Ukinda war leider rossig und hatte keine Augen für den Parcours, da war nichts zu machen!“

Kentucky: Philippe Le Jeune ist Weltmeister

Der Belgier Philippe Le Jeune ist Weltmeister der Springreiter, Silber gewinnt Abdullah Al Sharbatly aus Saudi-Arabien, Bronze der Olympiasieger von 2008, Eric Lamaze aus Kanada.

Philippe Le Jeune nahm schon 1994 an Weltreiterspielen teil und gewann etliche Große Preise. Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahre in Windsor platzierte er sich an achter Stelle, auch im Sattel seines Kentucky-Goldpferdes Vigo D’Arsouilles. Eine so überzeugende Leistung mit vier Nullfehlerritten im Finale hatte jedoch kaum jemand erwartet.

Der neue Vize-Weltmeister überraschte die ganze Springsportszene: Abdullah Al Sharbatly aus Saudi-Arabien hatte schon die ganze Woche über einen sehr guten Eindruck im Parcours hinterlassen. Der 27-Jährige, der vor vier Jahren bei den Weltreiterspielen in Aachen Platz 102 belegt hatte, begeisterte im Finale mit drei Nullrunden auf den Pferden seiner Mitstreiter. Nur auf seinem eigenen Pferd, der erst vor sechs Wochen vom italienischen Springreiter Natale Chiaudani erworbenen Weltklasse-Stute Seldana di Campalto, leistet er sich zwei Abwürfe.

Bestes Pferd im Finale war Eric Lamazes niederländischer Hengst Hickstead.

Lisa Wild beste österreichische Voltigiererin, Thomas Haller auf Platz 15

Rang 6 für Lisa Wild

WM-Küken Lisa Wild aus Salzburg sorgt in Kentucky mit Rang 6 für das beste rot-weiß-rote Resultat im Damen Einzel-Finale im Voltigieren.

In der Abschlusskür beeindruckte Wild mit einer fehlerfreien, turnerisch erstklassigen Vorstellung. Sehr gute Noten katapultierten sie nach Rang 8 im Zwischenklassement am Ende noch auf Rang 6. Damit sorgte die WM-Debütantin für das beste rot-weiß-rote Resultat. „Die Weltreiterspiele in Kentucky waren echt klasse. Schade, dass sie schon wieder vorbei sind. Ich wäre gerne noch länger geblieben“, meint die 15-jährige.

Lisa Wild war beste österreichische Voltigiererin in Kentucky. (c) Archiv Michael Rzepa

Bei der amtierenden Staatsmeisterin Christa Kristofics-Binder (NÖ) schlichen sich im Finale einige Fehler ein. Das Ergebnis: Rang 8.

Die 22-jährige Steirerin Stefanie Kowald erlebte Höhen und Tiefen bei der WM. „Ich hatte einen super Turniereinstieg, aber je länger die Wettkämpfe gedauert haben, desto stärker zeigte die Leistungskurve nach unten.“

Die Erwartungen von Stefan Csandl vor dem Kürfinale waren hoch, eine Medaille das Ziel. Aber von Beginn an lief der Auftritt des Niederösterreichers nicht nach Wunsch, Unsicherheiten schlichen sich ein und ließen den Traum einer Medaille platzen. „Gleich am Anfang musste ich ungewollt vom Pferd, danach habe ich überhaupt keinen Rhythmus mehr gefunden. Dieser Auftritt war eine bittere Enttäuschung. Ich habe mich gut gefühlt, wollte eine guten Abschluss zeigen und noch einmal alles geben. Leider ist der Schuss nach hinten losgegangen“, analysiert der amtierende Staatsmeister knapp.

Paradressur-Reiter Thomas Haller auf Rang 15 Zu den Klängen von „I am from Austria“ ritt der 45-jährige Thomas Haller in das Dressurviereck ein und zeigte im Sattel seiner 12-jährigen Stute Diorella eine solide Darbietung. „Der Galopp war ausdrucksvoll, der Schritt gut. Einzig und alleine die Übergänge gelangen nicht optimal“, erzählt Haller und ergänzt: „Auch wenn der 15. Platz kein Traumresultat ist, habe ich jede Sekunde in Kentucky genossen. Die Stimmung war herrlich und ich hatte den besten Fanclub hinter mir!“

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